Doch keine Verstärkung: SV Bad Tölz muss mit bestehendem Personal den Kampf gegen den Abstieg aufnehmenSeit mehr als einer Woche befindet sich der SV Bad Tölz in der Vorbereitung auf die verbleibenden elf Rückrundenspiele. Das Saisonziel der Mannen von Trainer Norman Klein lautet nach wie vor: Klassenerhalt. Im Sommer mag die Vorgabe eher nach Tiefstapelei geklungen haben, eine durchwachsene Vorrunde bestätigte jedoch die Prognose. Auf 25 Punkte aus 19 Begegnungen haben es Kapitän Flori Schmitz und seine Kameraden gebracht. Sieben Punkte ist der Tölzer Traditionsverein im vierten Jahr nach dem Aufstieg in die Bezirksliga von den Abstiegsplätzen entfernt. „Unser Kader hat Qualität, nur fehlt uns verletzungsbedingt relativ schnell die Quantität“, nennt Zweiter Vorsitzender Michael Zauner einen der Gründe, weshalb das Team mit einem der torgefährlichsten Angriff der vergangenen Saison (69 Tore) in diesem Jahr nicht weiter vorne mitmischt. Während der Winterpause mit Neuzugängen das Übel abstellen, lautet bei anderen Vereinen meist die Lösung. „Bei den Clubs in und um München ist das gang und gäbe. Aber nicht bei uns. So etwas geht nur mit Geld, und dafür fehlt das nötige Budget“, stellt Zauner klar. „Koan Neuer“ heißt es deshalb nach Beendigung der Wechselfrist bei den Gelb-Schwarzen. Im Herbst hatte es noch nach Verstärkung ausgesehen. „Ein Landesligaspieler aus Franken, der beruflich in unseren Landkreis gewechselt ist, hat mehrere Trainingseinheiten mitgemacht“, bestätigt Zauner. „Er hatte bereits zugesagt, jetzt haben wir aber nichts mehr von ihm gehört.“ Auch ein Spieler aus Miesbach äußerte Interesse, für Tölz zu kicken. Auch daraus ist nichts geworden. Immerhin gab es keine Abgänge. Trainer Jochen Schinagel vom Bezirksoberligisten FC Miesbach macht zwar keinen Hehl daraus, dass Christian Haimerl sein Wunschkandidat gewesen wäre. „Aber nicht – im wahrsten Sinne des Wortes – um jeden Preis. Er kommt nicht“, werden die Bemühungen im Miesbacher Merkur für beendet erklärt. Im Sommer waren erste Versuche gescheitert, den SV-Torjäger an die Mangfall zu locken. Der FC Miesbach berief sich auf eine Klausel in Haimerls Vertrag, die einen Wechsel im Winter ermögliche. Zauner: „Völliger Unsinn, bei uns gibt es keine Verträge.“ Der SV Bad Tölz kann den Klassenerhalt also mit unverändertem Personal in trockene Tücher bringen, sobald es beim Punktspielauftakt am 17. März (15:00 Uhr) gegen Grünwald wieder losgeht.
Hans Demmel, Tölzer Kurier, 09.02.2012 |
Trainingsstart auf Schnee
Zur Vorbereitung stehen natürlich auch wieder einige Testspiele an, die alle auf dem Kunstrasen auf der Flinthöhe absolviert werden. Hier der Testspielkalender der 1. und 2. Mannschaft des SV Bad Tölz: 1. Mannschaft: Samstag, 18.02.2012, 15:00 Uhr: SV I - SC Baldham-Vaterstetten 1:1 (0:0) Dienstag, 28.02.2012, 19:30 Uhr: SV I - FC Deisenhofen Samstag, 03.03.2012, 15:00 Uhr: SV I - SV Raisting Samstag, 10.03.2012, 15:00 Uhr: SV I - SpVgg Feldmoching Punktspielstart: Samstag, 17.03.2012, 15:00 Uhr: SV I - TSV Grünwald 2. Mannschaft: Donnerstag, 23.02.2012, 19:00 Uhr: SV II - TSV Benediktbeuern ? Samstag, 25.02.2012, 17:15 Uhr: SV II - SF Bichl Mittwoch, 29.02.2012, 19:30 Uhr: SV II - SV Wackersberg Samstag, 03.03.2012, 17:15 Uhr: SV II - SC Deining Samstag, 10.03.2012, 17:15 Uhr: SV II - Gautinger SC Punktspielstart: Samstag, 17.03.2012, 17:30 Uhr: SV II - FC Geretsried Hans Demmel, Tölzer Kurier, 03.02.2012 Die Bayern kommen leider nicht nach Tölz...
SV-Schafkopfrennats![]() Am Freitag, den 03.02.2012 fanden sich zum traditionellen alljährliche Schafkopfrennats im Clubheim des SV Bad Tölz 24 SV-Mitglieder und Gäste zusammen, um den besten Schafkopfer zu ermitteln. Wieder einmal konnte sich Jockel Hörmann gegen die Konkurrenz durchsetzen - diesmal allerdings nur hauchdünn: Uschi Karner führte lange Zeit die Rangliste an und musste sich am Ende nur knapp mit einem Punkt Rückstand geschlagen geben. Das Sauschwanzl sicherte sich - sogar treffsicher vorausgesagt von "Orakel" Klaus Wankerl - zum wiederholten Male Gerd Rauch. Hier die vollständige Rangliste des 2012er SV-Schafkopfrennats: Fußballerische und technische HöchstleistungenBeim Jugendturnier des SV Bad Tölz traten heuer gleich 72 Mannschaften an. Die Höhepunkte eines dreitägigen Hallenfußball-Marathons. Die traditionsreiche Veranstaltung in der Tölzer Dreifachhalle hätte nicht besser starten können. Zum Einen für die Zuschauer, denn die bekamen im Turnier der E1-Jugend am Donnerstag gleich ein internationales Finale zu sehen, zum Anderen für den Gastgeberverein: die SV-Kicker entschieden das Endspiel gegen den FC Wacker Innsbruck mit 2:1 für sich. Trainerin Andrea Schneider war begeistert: „Da ist ein großer Wunsch in Erfüllung gegangen. Ich freue mich riesig für die Kinder. Das eigene Turnier zu gewinnen, ist schon etwas Besonderes.“ Das hatten sich auch die B-Jugendlichen der Tölzer vorgenommen. Im Halbfinale musste sich das Team von Coach Klaus Riedmüller jedoch gegen dem TuS Geretsried geschlagen geben. In einem fußballerisch hochklassigen Turnier mit engen, spannenden Spielen war die Überraschung groß, als der FC Stern München die Geretsrieder im Finale mit 5:0 deklassierte. Eine weitere Münchner Mannschaft konnte gleich zwei Turniersiege verbuchen. Der TSV Solln gewann bei den F1- und bei den E2-Junioren. Bei den D-Jugendlichen siegte der Lenggrieser SC, im A-Jugend-Turnier triumphierten die unermüdlich rackernden Reichersbeurer. Den sportlichen Abschluss bildete der Wettbewerb der Damen. Ein historischer Anlass: es war das erste Hallenturnier für Frauen in der Vereinsgeschichte des SV Bad Tölz, in dem besonders die Mädels des TSV 1848 Schwabach eine reife Leistung boten. Die Franken hatten eine U15-Auswahl ins Rennen geschickt, die gegen die gestandenen Damen der anderen Teams immerhin vier Punkte aus fünf Spielen holte. Bemerkenswert viele Menschen fanden an den drei Tagen den Weg in die Dreifachhalle. „Die Zuschauer-Resonanz war bombig. Das hatten wir lange nicht“, freute sich Klaus Wankerl, Jugendleiter und Hauptorganisator, hinterher. Den reibungslosen Ablauf der insgesamt neun Turniere unterbrachen lediglich zwei Stromausfälle. Vielleicht auch kein Wunder bei dem technischen Aufwand, den der SV wieder betrieben hatte – neben Licht- und Nebeleffekten bei der Siegerehrung. Sogar die, die in der Hallenkantine Brotzeit machten, konnten die Spiele auf einem Fernseher mitverfolgen. Der Clou: die Live-Übertragung war auch um Internet zu sehen. Traditionell war das kulinarische Angebot äußerst vielfältig - eine Leistung der Leute vom Küchendienst. „Wir hatten diesmal unglaublich viele Helfer, besonders von der Damenmannschaft und von einigen Jugendspielern“, bilanzierte Wankerl, der auch der Handball-Abteilung des Tölzer Turnvereins danken wollte: „Die haben extra ihr Dreikönigs-Turnier verschoben, damit wir die Halle von Donnerstag bis Samstag haben konnten.“ Tobias Gmach, SV Bad Tölz |